Applebrei’s Gute Nacht Geschichte

In einem Land ganz weit von uns entfernt lebte einmal ein Bär mit gaaaaaaanz großen Ohren. Der Bär wohnte dort  in einer feinen Höhle am Waldrand und beobachtete von dort aus gerne die Menschen.

Er war schon ein sehr besonderer Bär, denn er liebte Musik aller Art. Musik war für den Bären Lebensfreude, Energie aber genauso auch Trost wenn es ihm mal nicht so gut ging und manchmal brauchte er Musik einfach, um wild zu tanzen, wenn er wütend war und sich abreagieren wollte. Das schaute eigentlich ganz amüsant aus, wenn er da so herumtappste und laut vor sich hingröhlte. Der Bär hatte Spaß dabei aber manchmal erschreckte er die Menschen damit und die hielten ihn deshalb für furchtbar gefährlich.

Nur einige wenige kannten ihn gut und waren mit ihm befreundet. Diese Freunde mochte er sehr sehr gerne und freute sich jedesmal, wenn sie vorbeischauten und er alles mit ihnen teilen konnte. Am liebsten teilte er natürlich Musik mit ihnen. Und das war eben das besondere an ihm. Er hatte einen furchtbar guten Riecher dafür, welche Musik gerade zu wem passen könnte und er schaffte es immer wieder, mit seiner Musik den Menschen in ihrer jeweiligen Situation ein wenig weiterzuhelfen.

Das machte dem großen Bären auch selber viel Freude.

Aber es gab da eben auch noch die Menschen, die ihn nicht verstanden und die Angst vor ihm hatten, weil er so laut brüllte.Diese Menschen überlegten, wie sie den Bären einfangen könnten und ihn wegsperren könnten.

Einer von ihnen hatte die Idee, eine riesige Musikanlage auf dem Marktplatz aufzustellen und mit der den Bären anzulocken. Und weil unser Bär eben so Musikversessen war, gelang dieser Plan auch und schwupp, der Bär saß in der Falle.

Seine Freunde versuchten vergeblich, den anderen zu erklären,dass der Bär ein ganz harmloser Bär wäre, der zwar manchmal ein wenig brummte, aber der niemandem etwas zuleide tat. Ganz im Gegenteil, seine Musik würde den Menschen helfen, wieder ausgeglichener zu werden und wieder viel zufriedener zu sein.  Aber niemand hörte auf die Freunde des Bären und so saß der Bär lange Zeit in seinem Käfig und wurde ganz krank, weil er keine Musik mehr hatte.

Aber auch die Menschen in dem Ort veränderten sich. Sie wurden immer grauer und unzufriedener. Sie sprachen kaum mehr miteiander und selbst den Blumen im Ort war schon ganz schlecht, weil soviel Unfreundlichkeit und Kälte Einzug gehalten hatte. Keiner hatte mehr Zeit für den anderen, jeder war nur noch mit sich selbst beschäftigt und dennoch sehr unzufrieden. Die Menschen suchten vergeblich nach Ausgleich und Ruhe aber konnten sie nicht finden.

Die Freunde des Bären wussten, dass  der Bär helfen konnte, denn das was den Menschen fehlte war einfach die Musik.

Aber wie konnte es gelingen den großen Bären aus diesem Käfig wieder zu befreien. Das war gar nicht so einfach. Sie überlegten lange hin und her und waren schon fast am aufgeben, so ausweglos erschien die Situation. Aber da fiel ihnen dann doch noch etwas ein. Sie hatten den Bären einmal so richtig wild vor sich hintanzen gesehen und waren damals selbst überrascht, wieviel Kraft und Energie der Bär da entwickelte. Man müsste ihn also einfach wieder zum „abrocken“ bringen und dann könnte er vielleicht selber die Käfigtür durchtanzen.

In einer Nacht- und Nebel Aktion trommelten sie viele musizierende Freunde zusammen und versammelten sich vor dem Käfig des Bären. Der war zunächs ganz schön überrascht über so viele Menschen und gleichzeitig aber auch sehr traurig, dass die Käfig stäbe ihn von ihnen trennte. Aber als er die Instrumente sah, da begannen seine Augen zu leuchten. Und Musik kennt ja keine Grenzen und lässt sich von ein paar Gitterstäben nicht behindern. Die Freunde begannen zu musiziern und der Bär wurde immer fröhlicher und konnte sich letztlich nicht mehr halten und begann seinen ganzen Ärger über den Käfig und die Menschen, die ihn da hinein gesperrt hatten, sich von der Seele zu tanzen. Und da ging wahrlich die Post ab. Der Bär rüttelte und schüttelte sich und sog die Musik mit jeder Faser seines Körpers und mit jedem Haar seines Pelzes auf. Und er tanzte und tanzte und plötzlich gab es einen Ruck und tatsächlich…die Käfigtür war aufgesprungen, der Bär konnte sich wieder frei bewegen.

Die Freude war groß und alle begannen gemeinsam zu tanzen. Die laute Musik und die Tänze weckten natürlich auch die anderen Menschen im Dorf auf. Neugierig und grießgrämig kamen sie aus ihren Häusern heraus, um zu schauen, was da los war. Und  da geschah Seltsames….. die Musik und die Freude der Tanzenden war so ansteckend, dass auch die, die den Bären ja eigentlich wegsperrten, sich nicht mehr halten konnten und miteinstimmten und so wurde aus der ganzen Befreiungsaktion ein Riesenmusikfest. Der ganze Ort war mitten in der Nacht auf den Beinen und tanzte und machte Musik und die Freude, die die Leute dabei empfanden wurde immer größer.

Dabei lernten sie auch den Bären besser kennen und merkten, dass er es wirklich gut mit ihnen meinte und ihnen nichts Böses wollte, auch wenn er manchmal sehr brummig war.

Der Bär war von nun an gern gesehener Gast im Ort und viel kamen auch zu ihm hinauf, zu seiner Höhle am Waldrand. Sie kamen, wenn sie traurig waren oder Sorgen hatten, sie kamen , um ihre Freude mit ihm zu teilen, sie kamen, wenn sie träumen wollten, sie waren da, wenn sie sich ankuscheln wollten und der Bär hatte für jeden auch immer die passende Musik auf Lager. Diese Musik schenkte er furchtbar gerne her und freute sich mit den Menschen, weil er sehen konnte, wei heilsam seine Musik für die Menschen war.

Es war eben ein sehr besonderer Bär. Ein Bär, mit einem Riecher und viel Gespür für andere. Ein Bär, der vielen Menschen Freude machen konnte mit seiner Musik.

Und nun schlaf gut, großer Bär, morgen ist auch wieder ein Tag und wir freuen uns auf deine Musik.

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