Monatsarchiv: Februar 2010

Tante Paula

Meine Tante Paula war bereits 52 Jahre als ich zur Welt kam. Sie selber kam 1917 zur Welt. Eigentlich ist sie ja gar nicht meine Tante im ursprünglichen Sinn, sonder sie ist die älteste Schwester meines Großvaters.

Aber da mir meine Großeltern immer ähnlich wie Eltern waren, ist Tante Paula ja doch irgendwie auch meine Tante. In ihrer Gegenwart hab ich mich, wie man auch auf dem Bild sieht (ja, das bin tatsächlich ich 😉 ) immer schon wohl gefühlt.

Wir begegnen uns zwar nicht allzuoft, aber wenn, dann sind das immer sehr herzliche Begegnungen und ihre lustige, warmherzige Art berührt mich sehr. So auch heute am Nachmittag.

Mein Großvater hätte heute seinen Geburtstag und irgendwie wurde der Familiennachmittagskaffee heut auch ein wenig so etwas wie ein spontanes Geburtstagsfest für meinen Großvater.

Sie erinnert mich natürlich auch sehr an ihn, weil sie sich eben auch sehr ähnlich sind oder besser gesagt waren. Je älter meine Tante wird, desto mehr beginnt sie aber auch meiner Urgroßmutter zu gleichen. Ich hab nicht mehr sehr viele Erinnerungen an sie, denn meine „Omalele“, wie sie genannt wurde, starb als ich noch sehr klein war. Aber immer, wenn ich Tante Paula heute anschaue, dann seh ich auch  wieder das Gesicht meiner Urgroßmutter.

Es hat sich so ergeben, dass ich heute Zeit hatte, um da beimeinen Eltern auch schnell vorbeizuschauen, ihre Kinder samt Schwiegerkinder (also Cousin und Cousine meiner Mutter) waren auch mit und es war ein sehr herzlicher Nachmittag mit vielen Geschichten aus der Vergangenheit. Ich bin  für solche Gelegenheiten sehr dankbar, erfahr ich doch jedesmal wieder etwas Neues dabei über meine Familie oder auch über mich selber. Heute hat sie mir gesagt, dass sie so gerne nach dem Essen eine Runde mit mir Spazieren gefahren ist. Ich natürlich meist selig schlummernd im Kinderwagen. Oder auch dass ich, wenn meine Großmutter ihre Musikstunden gab, immer bei meiner Urgroßmutter oben war und die mich stundenlang auf ihrem Schoß sitzen hatte. Man war auch mal wieder einhellig der Meinung, dass ich ein schrecklich braves Baby gewesen sei 😉 (bin ich ja auch heute noch – schrecklich brav, mein ich)

Alte Bilder und Fotos gemeinsam betrachten, stundenlang den Geschichten zuhören, die dazu erzählt werden, versuchen möglichst viel davon in sich aufzunehmen und abzuspeichern, dankbar sein wieder einmal die eigenen Wurzeln, die Heimat so intensiv zu spüren. Dankbar sein, für die, die heute nicht mehr mit uns sind aber die mich so sehr geprägt haben. Zu hören bekommen, dass sie glaubt, dass mein Großvater sich sehr an mir erfreuen würde, wenn er mich heute sehen könnte. (Opa, ich glaub, du siehst mich ohnehin und bist immer wieder in meiner Nähe…..) gesagt  bekommen, dass mein Lachen auch sein Lachen war. Verbunden sein, Familie erleben. Nahe sein.

Berührt weg gehen, in einer herzlichen Umarmung spüren und in ihren Worten hören, wie sehr sie sich gefreut hat, dass auch ich Zeit hatte. Und nachdenklich wegfahren mit der Frage, wie oft  uns das wohl noch geschenkt werden wird…..


Berlin

Gedanken an eine überraschend andere Stadt.

Ankommen, den Weg suchen, sich zurechtfinden. Bus, Bahn, umsteigen. Übergänge, Durchgänge, Bahnsteige. Sitzplätze, problemlos durchkommen, Gepäck, aussteigen, erwartet werden. Herzlich empfangen werden, Tram, Fußweg, staunen.

Natur, Wasser, Ufer…Yachtzentrum. Nicht irgendwo an der See sondern mitten in Berlin. In Köpenick.

Begeistert sein …von der Gastfreundschaft und dem Menschen, der mich erwartet hat. von der Lage und der Wohnung. davon, da zu sein.

Pizza bestellen, ungläubig auf die Preise schauen, reden, reden, kennenlernen.

Neuer Tag. Frühstück, reden, aufbrechen. Weg finden mitten hinein in die Sadt. Brandenburger Tor, Reichstag, Museumsinsel, Lustgarten und vieles mehr. Sightseeing. Zwischendurch Cafè trinken in wunderbaren Cafès und Bars. MonBijou, Hackesche Höfe, erkunden, genussvoll innehalten, herumstöbern, freundlichen Menschen begegnen. Eindrücke sammeln, aufsaugen wie ein Schwamm, müde werden.

Einkaufen gehen, kochen, miteinander essen, reden, reden, kennenlernen, Offenheit, Herzlichkeit, Ehrlichkeit. Miteinander Lachen können. Spazierengehen mitten in der Nacht zum Ruheplatz. Stille wahrnehmen, der Natur begegnen, außergewöhnliche Momente gemeinsam verleben.Nähe.

Neuer Tag, strahlend blau. Sonnenschein. Kameras gezückt, sich gemeinsam auf den Weg machen, Motive suchen und finden, berührt vom Gemeinsamen, den Augenblick genießen, die Stadt erobern, Treptow, Neukölln, Kreuzberg. In einer zauberhaften Bar landen, essen, reden, lachen, sein.

Geschichte und Architektur. Mauer und Daniel Liebskind. Jüdisches Museum, Checkpoint Charlie. Herumwandern in der Stadt, Atmosphäre wahrnehmen, Menschen begegnen. Müde werden.

Letzter Tag, miteinander aufbrechen, eigentlich die Altstadt Köpenicks erobern wollen. Stattdessen im gemütlichen Lokal im Gespräch vertieft hängen bleiben. Den Moment wahrnehmen, genießen, miteinander Leben teilen. aufbrechen, in einem Schwarm Schwäne landen, ungläubig staunen, lachen, loslassen.

Gehen, Abschied nehmen, Innehalten, dankbar sein, Emotionen spüren, sie einander zeigen, wegfahren. Flughafen, abheben, fliegen.

Landen.

Wien. Erwartet werden.Herzlich empfangen werden. Ankommen. Da sein.


berührt

Miteinander unterwegs, voneinander lernen, wachsen und werden, einander Möglichkeitsräume zeigen und eröffnen, Grenzen erweitern, bereichern, einander begleiten, frei werden, atmen, herausfordern,Mut machen, einander sein lassen auch dort, wo wir einander nicht verstehen,  annehmen von Tag zu Tag mehr, akzeptieren und wahrnehmen, klar werden und aufrecht gehen, lachen, weinen, ringen,lieben……. berührt, angenommen, geliebt.


Hops findet den Frühling

Vor langer Zeit lebte einst ein Kaufmann in einer Stadt weit weg von hier. Der Kaufmann war erfolgreich, geschäftstüchtig, gut drauf und manchmal auch ein kleines Schlitzohr und eigentlich waren alle recht zufrieden mit ihm.

Hops, der Kaufmann, war bei den Menschen recht beliebt, da er ständig einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte und die Menschen damit zum Lachen brachte. Hops war auch ein ziemlicher Genussmensch und gönnte sich ab und an alles mögliche an guten Dingen. Hops hatte ein feines Haus und man könnte meinen, dass es nun ewig so weiterginge.Aber irgendwie tief innen drinnen war Hops unzufrieden.

Eines Tages  wachte Hops auf und dachte so bei sich, von heut an muss alles anders werden. Ich geb mir 100 Tage Zeit und in der Zeit kremple ich mein Leben um und alles wird anders.

Und Hops begann die Leute zu verblüffen, weil er plötzlich keine Schokolade mehr aß, er verzichtete auf guten Wein und allerhand andere Sachen, nur weil er sein Leben neu ordnen wollte.

Hops hatte einen ganz festen Plan im Kopf, wie er diese 100 Tage gestalten wollte und er war sich auch ganz sicher, dass er in der Zeit sein Leben total entrümpeln würde.

Aber Hops hatte nicht damit gerechnet, dass alles ganz anders kam, als er dachte. Eines Morgens wachte er auf und fühlte schon, dass das ein seltsamer Tag werden würde. Und in der Tat, es wurde ein seltsamer Tag. Hops ging wie üblich in eines seiner Geschäfte, um dort nach dem Rechten zu schauen. Er unterhielt sich mit den Kunden, verkaufte ein wenig hiervon und davon und bemerkte den alten Mann zunächst gar nicht, der sich schon eine ganze Weile im Geschäft aufhielt. Als Hops meinte, dass nun alle Kunden gegangen wären, drehte er sich um und erschrak ganz schön, als da in einer Ecke ein kleiner alter Mann stand. „Verzeihung, mein Herr, ich hab sie gar nicht gesehen, wie kann ich ihnen helfen“, meinte er freundlich. Der alte Mann kam ein wenig aus dem Dunkel hervor und ging auf Hops zu. „Hm, ein schönes Geschäft haben sie hier. Ist das ihr einziges?“ Und ehe sich Hops versah, begann er dem alten Mann zu erzählen, von seinen Geschäften, von seinem Leben, von seinen Plänen. Hops war selber ganz überrascht, kannte er den alten Mann doch eigenlich gar nicht. Als er mit dem Erzählen fertig war, erhob sich der alte Mann lächelnd, griff in seine Tasche und zog ein Buch heraus. „Das schenk ich ihnen“, meinte er, „vielen Dank für den schönen Nachmittag in ihrem Geschäft“. Und schon war er weg, der kleine alte Mann. Hops stand verdutzt in seinem Geschäft und blickte auf das Buch, das ihm der alte Mann geschenkt hatte. Es war ein ganz schlichtes altes Buch mit einem schönen roten Einband. Neugierig begann Hops drin zu blättern und er begann zu lesen. Und Hops vergaß pötzlich die Zeit um sich herum, so gefesselt war er von den Worten und Gedanken, die er da in dem Buch vorfand.

Und er setzte sich hin und las in dem Buch weiter und als Hops die letze Seite umblätterte, stellte er erstaunt fest, dass er den ganzen Abend und die ganze Nacht in seinem Geschäft gesessen war  und in diesem Buch gelesen hatte. Aber seltsam, Hops war kein bisschen müde – ganz im Gegenteil Er verspürte soviel Energie und Kraft wie schon lange nicht mehr. Und vor allem, er  wusste nun, dass er seinen 100 Tage Plan getrost über den Haufen werfen konnte, weil es etwas ganz anderes war, dass sein Leben verändern würde.

Hops ging sofort nach draußen und begann das umzusetzten, was er die ganze Nacht lang in seinem Buch gelesen hatte. Die Menschen waren teilweise sehr überrascht und irritiert, weil ihnen Hops heute so anders begegnete als sonst aber das war Hops egal. Und er begann sich zu verändern.

Von Tag zu Tag wurde er gelassener und fröhlicher. Er ließ so viele Dinge los, von denen er früher dachte, er könne nicht ohne sie sein. Seine Freunde und seine Familie dachten machmal schon, er sei völlig verrückt geworden – vor allem, wenn er wieder von dem alten Mann zu sprechen begann. Es schien ja fast, als hätten die beiden so etwas wie einen heimlichen Treffpunkt vereinbart, denn Hops erzählte immer wieder von neuen Begegnungen mit dem alten Mann und keiner wusste, wo Hops ihn traf. Aber das spielte keine Rolle. Hops lernte sich von Tag zu Tag selber besser kennen und er lernte zu verstehen, dass es gar nicht so viel zu einem glücklichen zufriedenen Leben brauchte und dass es oftmals nur drauf ankommt, selber Dinge zu verändern.

Hops gefiel der neue Hops recht gut und er fühlte sich wohl in seiner Haut. Er begab sich auf Reisen und schmiedete neue Pläne und selbst der tiefste Winter konnte Hops nichts mehr anhaben, denn er hatte etwas sehr spezielles entdeckt. Hops hatte den Frühling gefunden. Und wo? Ja, das war eben das besondere, Hops hatte entdeckt, dass der Frühling ganz tief in ihm drinnen wohnte und dass er selbst im tiefsten Winter Blüten hervorbrachte. Und so war es auch kein Wunder, dass Hops die Menschen zum Lächeln brachte und sie sich an ihm erfreuten, wann immer er an ihnen vorbeiging oder bei ihnen einkehrte. Die Menschen spürten,dass der Frühling nah war, wenn Hops nah war und so begannen sie von ihm zu lernen. Und je mehr sie von Hops lernten, desto besser ging es ihnen selber. Und so waren es immer mehr Menschen, die auch den kleinen alten Mann kennenlernten und bald wunderte sich niemand mehr, wenn Hops von ihm erzählte, denn sie kannten ihn ja nun selber und freuten sich jedesmal, ihm zu begegnen. Und der kleine alte Mann ging oftmals lächelnd durch das Dorf und freute sich über die Veränderungen die er dort wahrnehmen konnte. Und am meisten freute er sich über den Frühling, den man überall so herrlich verspüren konnte. Mitten im kalten Winter.


leerzeichen

sich bemühen umeinander, von herzen gerne…sich mitzuteilen versuchen, ausdruck finden, teilhaben, mitgehen…immer wieder versuchen, loszulassen…und dennoch über die eigenen erwartungen stolpern….keine resonanz, das gefühl von gleichgültigkeit, nebensache, egal geworden……sooft um etwas bitten und dennoch immer wieder ins leere fallen, keine information, kein planen….. leere im kopf, leere in mir…..traurig.


Die Geschichte vom Kater hoch oben im Norden

Hoch oben im Norden lebte vor langer Zeit ein schlauer Kater. Der Kater war überall beliebt und immer gern gesehen. Alle mochten ihn, nicht zuletzt auch deshalb, weil er’s faustdick hinter seinen flauschigen Katerohren hatte. Buck war immer wieder zu Streichen aufgelegt und trieb auch furchtbar gerne Schabernak. Und alle dachten immer wieder, was für ein lustiger Kerl das war. Buck konnte sie alle oftmals herrlich um den Finger wickeln und die Katzendamen in seiner Umgebung zum Schnurren bringen, weil er es ausgezeichnet verstand, ihnen im rechten Moment das rechte Wort in ihre feinen Katzendamenohren zu flüstern. Und dann miauten sie genüsslich und schnurrten und schnurrten und Buck freute sich mit ihnen und an ihnen.

Alle waren der Meinung Buck könne irgendwie gar nichts erschüttern und er sei ein totaler Erfolgskater, der beständig seinen Weg ging. Aber so ganz tief innen drinnen da sah es bei unserem Kater oft ganz anders aus. An den Abenden und in den Nächten, wo er oftmals allein war, da war er überhaupt nicht draufgängerisch und erfolgreich unterwegs sondern machte sich oft große Sorgen und irgendwie war er dann auch immer mal mit sich unzufrieden.

Und wenn er dann gar nicht mehr ein und aus wusste, dann machte er sich auf den Weg zu seinen besten Freunden. Dazu muss man jetzt aber wissen,dass das nicht irgendwelche Katerfreunde waren sondern diese besten Freunde waren zwei große Drachen, die da oben im Norden in einer Höhle wohnten. Buck ging sehr gerne zu ihnen, die beiden faszinierten ihn einfach und er fühlte sich so wohl, wenn er sich in ihrer Höhle in einem Eck zusammenkuscheln konnte und von ihrem Feuer immer wieder gewärmt wurde. Da vergaß er all seine Sorgen und da konnte er aufatmen und sein, wie er eben ganz drinnen unter seinem Katzenfell in seiner Katzenseele eigentlich war. Und niemand kannte den Kater so gut, wie die beiden Drachen. Als er eines Tages wieder einmal ganz zusammengekringelt bei ihnen in der Höhle lag und so gar nicht mehr recht nach Hause wollte, weil dort die Sorgen so groß waren,da beschlossen die Drachen,  dass es nun endlich an der Zeit wäre, Buck von der kleinen grünen Waldfee zu erzählen.

Nika war ein bezauberndes kleines Wesen und jeder, der die Fee kennenlernte, war hin und weg von ihr. Sie verstand es, alle  und alles zu verzaubern und wo immer sie entlang flog, verstreute sie ein wenig von ihrem Feenglitzerstaub und wer ein Körnchen davon erwischte, war sofort gut gelaunt.

Nika half gerne, wo sie nur konnte und kam deshalb natürlich auch, als die beiden Drachen nach ihr riefen. Sie erzählten ihr von Buck und dass sie sich Sorgen um ihn machten, weil er in letzter Zeit immer öfter von seinen großen Sorgen berichtete. Sie merkten ja auch, dass sein Fell in letzter Zeit gar nicht mehr so glänzte. Und wenn sie von ihrer Höhle aus so herunterschauten, dann merkten sie auch, dass Buck nach außen hin zwar immer noch der stolze, charmante Kater war, der alle begeisterte aber dass er, sobald er zu Haus war, seine Schnurrbarthaare ganz weit nach unten hängen ließ und eher ein trauriger Kater war. Das konnte so nicht weitergehen.

Gemeinsam mit Nika überlegten sie, wie sie ihm helfen konnten. Sie hatten alle möglichen verrückten Ideen, eine Meerjungfrau sollte Bucks neue Freundin werden – „Quatsch“, rief der große Drache, Katzen mögen zwar Fisch aber eine Meerjungfrau ist doch nicht wirklich was für unseren Buck.

Da stimmten auch der andere Drache und Nika zu. Aber was konnten sie tun, um Buck seine Sorgen ein wenig zu erleichtern. Da hatte Nika endlich eine geniale Idee. Nika hatte nämlich schon längst bemerkt, dass sie Bucks Sorgen nicht einfach wegzaubern konnte.Das funktioniert nun mal nicht immer. Aber sie konnte mit ihrem Feenstaub zumindest allen,die mit Buck zu tun hatten soweit einen kleinen Zauber verpassen, dass diese aufrichtig und ehrlich Buck einfach öfter mal sagten, wie sehr sie ihn schätzten und wie froh sie waren, dass er sich um alles so redlich bemühte. Buck war einfach  immer da , der erste am Morgen und der letzte am Abend. Buck war nämlich nicht nur ein charmanter Kater sondern auch ein tüchtiger Kater und so hatte er im Lauf der Jahre sich einen feinen Katerbetrieb aufgebaut auf den er eigentlich auch recht stolz war. Aber so ein Katerbetrieb macht manchmal eben auch Sorgen.
Die Drachen waren begeistert von der Idee und weckten rasch den Kater auf. Dieser staunte zunächst nicht schlecht und rieb sich mit seinen Pfoten verdutzt die Augen, als er es in einer Ecke da so grün flackern und funkeln sah. Buck hatte nämlich auch noch nie eine Fee gesehen. Aber er mochte Nika sofort und war hin und weg. Man könnte sogar sagen, Buck hat sich vom ersten Moment an in dieses kleine Zauberwesen verliebt. Und auch Nika fand den Kater bezaubernd. Man konnte sich so herrlich in sein Fell kuscheln und in seiner Nähe fühlte sie sich geborgen und beschützt. Und so war es nicht verwunderlich, dass Nika, die kleine Waldfee, nun meist in Bucks Nähe zu finden war. Und in der Tat – es gelang ihr, alle um ihn soweit zu verzaubern, dass sie Buck viel öfter sagten, wie sehr sie ihn schätzten. Und Buck wurde von Tag zu Tag wieder zuversichtlicher und kräftiger und auch wenn Sorgen sich nicht von heute auf morgen erledigen lassen, er hatte wieder seinen alten Kampfgeist zurück.

Und die beiden Drachen schauten von ihrer Höhle aus zu und freuten sich, was für ein gutes Team Buck und seine kleine Waldfee doch wurden. Und wenn Buck die beiden nun ihn ihrer Höhle besuchte, dann war er wieder der charmante, stolze Kater, der sich seine Schnurrbarthaare hochzwirbelte, sein glänzendes Fell bürstete und die Katzendamen zum Schnurren brachten. Und den Drachen gefiel das, es gefiel ihnen so sehr, dass sie schrecklich drüber lachen mussten und sich dabei immer wieder verschluckten und ein wenig Feuer spuckten. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.