Monatsarchiv: Mai 2011

:-) wahrnehmungsunterschiede

zurück vom Einkaufsbummel. Ich krame in der Tasche und sage: –> schau mal, ich hab eine neue Geldbörse gekauft.

und darauf ernte ich folgenden Kommentar–> Ich dachte, du hast eine Geldbörse gekauft und keine Handtasche.

herrlich, oder? 🙂

das sind so die Kleinigkeiten, die das Leben so richtig lebenswert machen und mich immer wieder zum Lachen bringen.

Danke dafür 🙂


Priority

Es gibt so Situationen und Momente im Leben, da würd ich mir wünschen, ich würd so einen Aufkleber gut sichtbar an mir tragen oder jemand anderer würde mir diesen Aufkleber verpassen und mich dadurch in der Prioritätenliste schön weit nach oben reihen.  Und manchmal würd es wohl auch nicht schaden, wenn ich mir selber so einen Aufkleber verpassen würd, um mich dran zu erinnern, dass ich  mir selber auch so eine Priority wert bin…..

Und falls die Aufkleber nicht halten, könnt man ja das da auch eventuell zu Hilfe nehmen, könnt auch nicht schaden:


Leerlauf

Leer und ausgebrannt und gleichzeitig voller wut und zorn.  manchmal an den schicksalen derer, die mir anvertraut sind, verzweifeln wollen. hilflos und ohnmächtig dem kummer gegenüberstehen. behüten, beschützen und trösten wollen. kindertränen, zittern wie espenlaub. aus angst vor dem, der berechtigt ist zu erziehen. der sitzt mir gegenüber. aggression in seiner stimme, in seinem körper, überforderung und grenzen in seinem blick. verkehrte wahrnehmung, immer mehr fordern, nicht zufrieden sein mit all dem bemühen, das ein 12 jähriges mädchen an den tag legt. tag und nacht sich bemühen, die liebe von dem, der so weh tut, erlangen zu können. sich verbiegen, anpassen, verstellen, verzweifeln, an leistungsgrenzen stoßen,scheitern, misserfolge einheimsen und das rad beginnt sich von vorne zu drehen. angst, erstarren, tränen, tränen, tränen.

mit mehr oder weniger gebundenen händen dem gegenüber sitzen und trotzdem versuchen, halbwegs das beste daraus zu machen. versuchen, die aggression abzufedern und umzulenken. auf das kind aufmerksam machen.  ausgleichen, verständnis signalisieren auch für ihn obwohl mir das unglaublich schwer fällt.

zorn und wut aufsteigen spüren über die begrenztheit der behörden, über die mühlen, die so langsam mahlen und über das wissen, dass erst etwas passieren muss. schreien wollen, wüten und toben. verzweifeln ob der eigenen ohnmacht. einen weg finden wollen, ihm hilfe zu erleichtern. immer wieder an mauern anstehen. weitersuchen.

sie wieder mit ihm gehen lassen müssen. herzzerreißend.

in meinem blick, das versprechen, ihr zu helfen. in ihrem blick die hoffnung.

einsichten in meinen berufsalltag.

aber jetzt in den letzten wochen vor den ferien tut ihr ja eh nix mehr und dann habt’s sowieso wieder neun wochen frei.

killerphrasen

wenn sie doch wüssten, wie überlebensnotwendig diese neun wochen oft sind. für die eigene seele. für meine seele.