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Nichtsdestotrotz

3 Menschen gegangen,
Kommen nie mehr.
Die eigenen Seelen kraftlos und leer.
Nichtsdestotrotz.
Wir feiern das Leben.
Und mehr.

Projekt „txt.*“ https://www.facebook.com/projekttxt/

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Abgrundtief

Ich wage mich vor
an den abgrund meiner seele
und blicke hinunter
in das schier endlose dunkel.

ich konzentriere meinen blick
und durchdringe die nacht.
Ich begegne dem fremden,
das dennoch ein teil von mir ist.

ich erkenne
meine wut, meine ohnmacht und
auch meinen hass.
sie kauern unsicher und zerzaust
in der hintersten ecke
des dunkels.

lange bleibe ich stehen und betrachte
stumm, was diese grenze mir zeigt.
doch ich laufe nicht weg,
ich beuge mich tief und reiche die hand
meiner wut, meiner ohnmacht und auch dem hass.

sie kommen zaghaft nach vorne und treten
ins licht. sie verlieren ihren schrecken
und ich nehme sie an.
ungern, aber bewusst und wissend,
dass sie vervollkommnen die, die ich bin.

abgrundtief. das dritte wort. [*.txt] http://neonwilderness.net/2015/02/18/das-dritte-wort-txt/

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Schmerz (lat. dolor, griech. ἄλγος, álgos)…..

……ist eine komplexe subjektive Sinneswahrnehmung, die als akutes Geschehen den Charakter eines Warn- und Leitsignals aufweist und in der Intensität von unangenehm bis unerträglich reichen kann….

Über Schmerz zu schreiben ist gar nicht so einfach, denn Schmerz ist etwas sehr subjektives. Und manchmal lässt Schmerz sich sehr schwer beschreiben.

Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Gelenkschmerzen, Kreuzschmerzen, Herzschmerzen, Regelschmerzen, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen…. und was es da nicht noch so alles gibt. Und dann gib’s da noch so ganz unterschiedliche sehr schmerzhafte Erkrankungen und von Zeit zu Zeit darf ich mich selber auch mit so einer Neuropathie abplagen. Neuropathien sind Nervenschmerzen und der Nerv, der sich bei mir meldet, nennt sich Trigeminus. Eine unangenehme Sache, eine die eigentlich tierisch weh tut aber ich merk auch, wie schwer es mir fällt, darüber zu reden bzw. es zu erklären, weil es immer so absurd klingt und ganz oft auf Unverständnis stößt, wenn ich sag, mir bereitet ein Gesichtnerv solche Schmerzen, dass ich es – wenns denn wirklich mal wieder akut ist – ohne Schmerzinfusionen nicht schaffe. Ich erleb immer wieder, wie Menschen da ein wenig vor sich hinlächeln und es als Spinnerei oder Einbildung abtun oder halt eben mit “ a bissl Kopfweh“ gleichsetzen. Eigentlich ja eh nachvollziehbar, denn woher soll man denn wissen, wie sich das anfühlt. 

ja, wie fühlt es sich an….gute Frage. Wenn es wirklich ganz akut ist, dann hab ich für mich immer so das Gefühl, mein Nerv „brüllt“ los, was das Zeug hält. Der Schmerz überfällt einen manchmal aus dem Hinterhalt, manchmal schleicht er sich langsam ein. Wenn er dann da ist, nimmt er Besitz von mir. Bestimmt mein Denken und Handeln und dominiert mich. Deckt alles zu und pulsiert vor sich hin. Beständig, intensiv und unnachgiebig. Jeder Wimpernschlag tut weh. Jede Regung, jeder Gesichtszug, jedes Wort ist mit Schmerz verbunden.  Ich hab dann das Gefühl als würde jede Bewegung eines Haares am Kopf auch schon schmerzhaft sein. Frisieren kostet Überwindung. Ich sag manchmal, wenn mich wer fragt, wie man sich das vorstellen muss: stell dir vor, du liegst mit einer Hälfte deines Gesichtes in einem Stecknadelkissen. Der Schmerz raubt mir im Lauf des Tages die Luft. er zermürbt, macht müde, macht traurig und manchmal lässt er einen auch verzweifeln. Infusionen mit Schmerzmitteln bringen Erleichterung….seliges Dahindämmern im Drogenrausch zumindest für ein paar Stunden, dann merkt man, dass der Schmerz sich seinen Weg wieder bahnt aber immerhin ist er abgedämpft und  erträglicher. Ich bin unleidig, bin froh, wenn ich mit niemandem reden muss – was in meinem Job aber nicht ganz so einfach ist und meist geh ich ja trotzdem arbeiten, denn jede Ablenkung ist willkommen, denn ansonsten rennt man ja sowieso nur im Kreis und hört in sich hinein und gibt dem Schmerz noch mehr Raum.

Und dennoch neben all dem mühsamen auch die Erkenntnis, man lernt mit diesem Schmerz leben. Man weiß, dass ein, zwei, dreimal im Jahr solche Attacken auftauchen. Man weiß, das werden mühsame Tage aber man weiß auch, sie gehen vorüber. Man versucht, sich zwischendurch immer wieder auszuruhen, man versucht, sich abzulenken. Man weiß und spürt, wie reizbar man ist, wie schnell man in der Höhe ist und am liebsten auszucken möcht. Man ist ungeduldig und unruhig. Und manchmal möcht man sich einfach nur verstecken und heulen, weil man sich selber nicht mag, weil man den Zustand nicht mag und weil man den Schmerz nicht mehr aushält und er nicht und nicht weichen will.

Und Gott sei Dank gibt es Menschen, die einen in solchen Zeiten ermutigen, die einen aushalten und die einen Durchtragen. Vielleicht mag sich der eine oder andere jetzt denken, was für eine theatralische Jammerei. Ich hör auch schon wieder auf damit. Aber ich wollte mir wenigstens ein einziges Mal selber erlauben auszusprechen, dass es einfach verdammt weh tut. Denn man will es diesem Schmerz ja nicht und nicht zugestehen, dass er eventuell irgendwann mal Erfolg haben könnte und er einen klein kriegt. Noch bin ich die Stärkere

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Musik….sommersanft…..

Musik kann ein wahres Geschenk sein… versinken in den Melodien…. sich davon tragen lassen von den Klängen…. eins werden mit der Musik….Bilder entstehen lassen und darin spazieren gehen….loslassen….den Alltag hinter sich lassen….eintauchen in neue Bilder- und Klangwelten…. tanzen…sich frei fühlen….aufatmen….

Manchmal ist es ein Impuls, der einen im Geschäft nach einer CD greifen lässt…..machmal ist es ein Mensch, der seine eigene Musik macht und Texte dazu schreibt und dieser Mensch macht Lust auf seine Musik…. manchmal sind es Ausschnitte, die man im Vorbeigehen hört und die einen nicht mehr loslassen, sodass man sich auf die Suche nach dieser Musik macht….manchmal ist es das eigenen Musizieren, das zur Freude für einen selber und die anderen wird und manchmal ist es Musik, die einem einfach geschenkt wird.  So geschehen. Heute. Und ich freu mich drüber. Sehr.

CD Tipp: Quadro Nuevo, Antakya  …. ein wunderbares Geschenk… danke dafür.


gastbeitrag :)

Ein Gastbeitrag. hm. man wird eingladen und gefragt, ob man nicht Lust hätte an einem Projekt mitzuschreiben bzw. einen Gastbeitrag zu verfassen. Das Projekt nennt sich Sommerworte und ist eine Idee von Dominik Leitner (bekannt auch als @just4ikarus ), dessen Texte und Gedanken  ich jedem/ jeder nur wärmstens empfehlen kann.

Nun, der Gastbeitrag ist fertig und auch veröffentlicht 🙂

Wen’s interessiert, was dabei rauskam, der möge bitte unter Küchengedanken nachblättern. Viel Vergnügen.

 


…vom Glanz der kleinen Dinge….

…..mir Teddybärensuppe kochen wollen……..

…..beim Einkauf mir was Süßes kaufen………

…..mir einen Tag lang das Teleobjektiv borgen……

…..mir Socken borgen…..

……mich morgens wecken und mir Kaffee hinstellen….

…..vom besten Bäcker die besten Semmerl holen…..

…..Teenagerfeeling mit mir teilen…..

…..den Arm um mich legen……

…..mich anlächeln…….

……mich in den Arm nehmen…..

……mir ein Buch schicken……

……mich trösten…..

…..sich freuen mich zu sehen und mir das zeigen……

…..kommentieren…..

….mir ein Lied schenken…..

….mit mir schweigen……

…..mit mir lachen……und mit mir weinen…..

……mir den Nacken massieren……

…..mich bewahren wollen…..

……mit mir Zeit teilen……

……mir Vertrauen schenken…..

….mir ein Paket Glück schicken……

…..mich annehmen……..

……so wie ich bin…….

….aber das ist eigentlich alles andere als klein….

….das ist schon ein großes Geschenk. ein sehr großes…….

….wie wunderbar es immer wieder erfahren zu dürfen…….


Wolfgangseer Advent-Wahnsinn

Ein strahlend schöner Wintertag liegt hinter mir….vormittags gemütlich durch die Stadt gebummelt, hier ein wenig einkauft, da ein wenig reingschaut und letztlich an einem absoluten Sonnenplatz (im Erker vom Cafè Sissy) Kaffee getrunken. Und weil das Wetter gar so schön war, hab ich mir gedacht, ich fahr schnell die 17 km nach St. Wolfgang, damit ich den Wolfgangseer Advent auch mal seh. Grundsätzlich ja wirklich idyllisch, die schneebedeckten Berge, der See, der in der Sonne ruhig vor sich hinglitzert und dann ein Ort im Adventtaumel. Für meinen Geschmack viel zu viel Alkohol und dementsprechend viele Jugendliche, die damit nicht umgehen können. Touristen zu Hauf (i glaub i hab gut 30 Autobusse gezählt….) aber was schon sehr schön war: die Pfarrkirche von St. Wolfgang mit ihrem wunderschönen Flügelaltar und außerdem hat das Ischler Kammerorchester dort gerade für den Abend geprobt, insofern kam ich in den kostenlosen Genuss des Pachelbel Kanons und einem Mozart Stück (i glaub es war a Cello Sonate vom guten Wolfgang Amadé) – das war wirklich Genuss pur – ein kleines, feines Kammerorchester und wunderbare Akkustik, einzig das Solo – Cello war für meine Ohren a bissi verstimmt und hat sich erst zum Orchester hinspielen müssen…aber es war ja noch Probe….). Fotos hab ich übrigens auch ein paar kitschig schöne hinbekommen…dem Wetter und der Natur sei Dank!

Jetzt hab  ich in Ischl noch eine abendliche Runde gedreht, um dann wieder beim Ramsauer auf einen Punsch 😉 zu landen (man muss ja was gegen die Kälte tun…)

Bin recht hin und hergerissen zwischen Zuversicht und Unsicherheit und eigentlich auch ein bissl Angst vor dem Alltag…. aber es wird schon werden….hoff ich, glaub ich….


von wegen….

wie hab ich da gestern noch groß geschrieben, ich brauch mich nicht kümmern….ähem ja, die Krankenhaus Kollegin hat im Hotel anrufen lassen, damit man mich verständigt und ich ihr dann ein paar Sachen ins KH bringen kann….eigentlich nervt mich das jetzt total aber gleichzeitig schaff ich’s auch nicht zu sagen, nein, das mach ich nicht…. also statt ab in die Sonne, jetzt ab ins andere Zimmer, Sachen packen und dann mal kurz rüber ins KH….trotzdem, irgendwie muss i des dann schon hinbekommen und klar machen, dass ich jetzt nicht hier – wenn sie denn morgen wirklich entlassen wird – ihre Pflege und Betreuung übernehme, hab eh mit mir selber schon genug….der doofe doofe Blutdruck….


voll die Härte….

Wassergymnastik um 07.30…… unglaublich, wie nass Wasser um diese Tageszeit sein kann….  🙂


faul ….fauler….am faulsten….

uahhhh, is das schön, so ein ultrafauler Sonntag…..spät Frühstücken, mit Veronika (Kollegin aus Freistadt) um 10.30 in den Gottesdienst in die Stadtpfarrkirche, dann gemütlicher Kaffee und Getratsche, am Nachmittag a bissi große Plaudertasche nutzen und dann so richtig faul den Restnachmittag verschlafen…. eigentlich wollt ich ja heut a bissi was arbeiten aber das war wohl dann nix 😉