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Hamsterrad

Ich hab jetzt nun beinahe einen Monat lang durchgehend gearbeitet. Hm, naja zwei relativ freie Sonntage und ein halber Sonntag waren dabei. Das Bild vom Hamsterrad kam mir dabei wieder öfter mal in den Sinn……

Irgendwie spielt sich in solchen Zeiten ein sehr ungesunder Rhythmus bei mir ein. Arbeiten, arbeiten, arbeiten, dann mal schnell 5oder 6 Stunden schlafen und sich wundern,warum man trotz enormer Übermüdung nicht mehr richtig schlafen kann. Einen Termin nach dem anderen abspulen, einen Tag nach dem anderen abhaken…..laufen, laufen, laufen im Hamsterrad. Und je mehr ich laufe, desto schneller dreht es sich, dieses Rad.

Sehnsucht nach Aussteigen, nach Verlangsamung, nach Stillstand. Aber es ist ja gar nicht so ohne, man kann ja doch nicht einfach aufhören mit dem Laufen, da fällt man ja doch auch auf die Nase. Zumindest meint man oder besser gesagt ich mein das in solchen Zeiten häufig.

Ich überseh bzw nehme nicht wahr, dass ich dringend auch Zeit für mich brauche, ich überseh die Signale meines Körpers und tu wider besseren Wissens so, als würde mir das ja ohnehin alles nichts anhaben können.

Ich werde dünnhäutig und mürbe und trotzdem ist es noch immer nicht genug. Weiterlaufen, obwohl Menschen, die es gut mit einem meinen schon vorsichtig anfragen: „Und was passiert, wenn du nicht hingehst. Stürzt die Welt dann ein?“

Genau wissen, dass die Welt nicht einstürzt und trotzdem weiterlaufen. Pflichtbewusstsein.

Hm, aber wem gegenüber bin ich verpflichtet. Eigentlich wär ich doch mir gegenüber am meisten verpflichtet. Verpflichtet dazu, auf mich zu achten, meine Gesundheit und meinen Körper zu respektieren, meiner Seele die Auszeiten zu gönnen und achtsam mit mir selber  zu sein.

Aber nein. Stur sein. Dickköpfig und bockig wie ein kleines Kind. Ich schaff das. Und gleichzeitig nachts dann erschöpft ins Bett fallen und nicht die geringste Idee  haben, wie man den nächsten Tag bewältigen soll. Verärgert sein über das mangelnde Verständnis der eigenen Umwelt für die enorme Belastung. Gleichzeitg aber auch keine Chance geben, denn nach außen hin ist man (in dem Fall frau) ja immer die Starke, die lächelnd die Zähne zusammenbeißt und sagt, danke, ja, ich übernehm das gerne noch dazu.

Und dabei innen drinnen träumen.

Träumen von der Freiheit, dem Leben, den Farben und der Leichtigkeit.

Aber noch ist es ja nicht zu spät. Vielleicht lern ich es  eines Tages, die gesunde Balance auch in Stresszeiten besser wahren zu können.

Es kommt auf einen Versuch an………