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Nostalgie

Ich hab dem Christkind heute einen Brief geschrieben.

wer sagt eigentlich,

dass es dafür eine Altersbegrenzung gibt ….. ??


Vom Schreiben

Gerade in dieser Jahreszeit verschickt man viele Grüße. „Seasons Greetings“ …um’s mal nicht nur an Weihnachten zu binden, es gibt ja auch noch andere Feste, die jetzt gefeiert werden.

Man  setzt sich hin und schreibt. Aber wie schreibt man heute….. Wer setzt sich eigentlich wirklich noch hin und schreibt so ganz herkömmlich mit Füllfeder und auf Papier ein paar Zeilen?

Ich schreib eigentlich gerne Briefe aber erlieg oftmals auch der Verlockung der schnelleren Email. Schneller geschrieben und schneller beim Empfänger. Aber geht’s eigentlich wirklich immer um das Tempo? Tut es nicht einfach gut, sich manchmal die Zeit dafür zu nehmen, an den Menschen, den man schreibt in besonderer Weise zu denken, Worte abzuwägen und sie in der eigenen Handschrift zu Papier bringen. Einen Brief zur Post bringen oder ihn zumindest in ein Kuvert legen (denn manche Briefe kann man ja auch direkt überbringen), das Papier spüren und noch so manchen Gedanken mit dazupacken.

Selber auch auf Post warten. Sich freuen, wenn da ein Kuvert mit Handschrift einem entgegenfällt, eines das sich abhebt von all den Normdrucken und eines, das zeigt, da hat sich wer die Zeit genommen.

Immer wieder landen wir beim Thema Zeit. Zeit, die uns fehlt, Zeit, die wir brauchen, Zeit, die wir gerne hätten, Zeit, die manchmal so einfach sich zu nehmen wär aber wir haben ja keine Zeit dazu.

Also, vielleicht kann Briefe schreiben ja wieder ein Anfang sein. Retro ist ja auch „in“. Schon interessant, dass handgeschriebene Briefe in unserer heutigen Zeit unter retro fallen…..

und genau deshalb hör ich hier jetzt auf, setzt mich an den Schreibtisch und werde einen Brief schreiben……

und irgendwann wird in meinem Briefkasten ja vielleicht auch mal wieder ein handgeschriebener Gruß landen.

Ich warte darauf und freu mich schon jetzt darüber……..


Geschenk

Manchmal findet Weihnachten  nicht am 24. Dezember statt sondern ganz still und unerwartet an einem anderen unscheinbaren Wochentag.Da wird man auf einmal so ganz unplanmäßig überrascht und beschenkt. Keine großen materiellen Güter wechseln da sondern Dinge, die zeigen, ich hab an dich gedacht und dazu kommt noch das größte Geschenk von allen: Zeit.

Zeit haben, ohne dass die Uhr mitläuft und ein nächster Termin schon wieder wartet . Zeit haben, sich treiben lassen, das Miteinander genießen können, gute Gespräche führen, sich vergessen, um sich neu zu finden.

Geborgen inmitten des Alltags , der Hektik und Betriebsamkeit im Geschenk der Zeit.

Gehalten vom Bogen,der alles umspannt.

Loslassen können ohne Angst sondern in dem Wissen, dass es nur für einen Augenblick ist. Einander neu begegnen.

Nachdenken auf dem Heimweg. Nachspüren.

Und ganz plötzlich feststellen: es ist Weihnacht.

Mensch geworden.


Madame Wu

Einfach heraussteigen aus dem Tag, den Trubel verlassen, die Termine, die Geschäftigkeit, die Arbeit, die Gedankenmühle, die Zeit und hinabtauchen.

Landen bei Madame Wu. Ein Teesalon in der Altstadt. Ein ansprechender Verkausraum, Düfte in feinsten Kompositionen, ein paar Treppenstufen nach unten gehen….im Salon de Thè angekommen sein. Alte Gemäuer mit neuem Leben erfüllt….eine Buddhastatue thront in einer Nische in dem ehemaligen Stiftsgebäude und lädt ein, sich von der Ruhe und Gelassenheit mitnehmen zu lassen.

Erholung für die Augen. Auf Schönes blicken und sich daran erfreuen. Gedämpftes Licht, ganz leise Töne im Hintergrund, Duft erfüllt den Raum. Teesorten, jede Menge.

Tee trinken zelebrieren. Sich die Zeit dafür nehmen, mit allen Sinnen genießen.

Dem Blumentee beim Erblühen zuschauen, abwarten können, genießen. Sich eine Pause gönnen.

Warum tun wir das eigentlich nicht viel öfter……………..